Archiv des Autors: Anton Brunner

Über Anton Brunner

Schriftführer - Pfarrverband Aufkirchen am Starnberger See - anton.brunner@pfarrverband-aufkirchen.com

Kirche – quo vadis?

Dr. Wolfgang Schwab und Dr. Stefan Koch (von rechts) beim ökumenischen Gesprächsabend in Wangen

Ökumenischer Gesprächsabend in Wangen:
Der Pfarrer der ev. Gemeinde Starnberg, Dr. Stefan Koch und der Wangener Seelsorger und Domkapitular a.D. Dr. Wolfgang Schwab diskutierten im voll besetzten Wangener Pfarrheim mit Gläubigen der beiden Konfessionen aus Starnberg und dem Pfarrverband Aufkirchen über die Situation und Zukunft der Kirchen, die durch anhaltende Austritte bis zum Jahr 2060 eine Halbierung ihrer Mitgliederzahl erwarten lässt. Nach der Begrüßung durch die Vertreterin des Pfarrgemeinderats Dr. Alexandra Nissl stellte Dr. Koch die Schicksalsgemeinschaft der beiden Kirchen an den Beginn seiner Ausführungen mit der Formulierung „wenn die katholische Kirche Schnupfen hat bekommt die evangelische Kirche Grippe“. Er beklagte nach der staatlich verordneten „Entkirchlichung“ in der DDR, bei der die ev. Kirche von 80% der Bevölkerung auf 10% zurückging, eine jetzt schleichende, die durch Wohlstand, mangelnde Angebote, Kritik an der Institution, Missbrauchsfälle und finanzielle Gründe verursacht wird. Dr. Schwab sah die Entwicklung der Gesellschaft mit der wachsenden Freiheit des einzelnen, in der die Kirche nicht mehr so eingebettet ist und der Glaube nicht mehr geschützt ist, als Ursache der Entkirchlichung. Mit der Verbesserung der Kritikpunkte an der kath. Kirche, einer Demokratisierung, einer stärkeren Einbindung der Laien und einer in Fragestellung des Zölibats und der Männerherrschaft würden sich die synodalen Gremien befassen. Das wird aber nicht reichen, da diese Maßnahmen in der ev. Kirche alle schon realisiert sind und der Trend zur Abkehr von der Kirche dort weiter besteht. Zu schwerwiegenden Veränderungen und Einsparungen müssten Kirche und Gläubige bereit sein. Einig waren sich die Theologen, dass sich die Kirchen mit allem, was in ihrer Macht steht den Menschen in Freude, Hoffnung, Angst und Trauer möglichst vor Ort zuwenden müssen. Dazu würden aber die Priester und hauptamtlichen Mitarbeiter nicht ausreichen. Vielmehr müssten Ehrenamtliche mit ihren Vernetzungen in den Betrieben, Vereinen, Freundeskreisen u. dgl. als Bindeglieder der Kirche zu den Menschen vorbereitet und eingesetzt werden. Ein großes Anliegen der beiden Kirchenvertreter ist auch die gemeinsame Abendmahlfeier, die eine Stärkung des christlichen Zusammengehörigkeitsgefühls und eine Erleichterung der gegenseitigen Unterstützung bedeuten würde.

Kirche – quo vadis

Einladung zum Gesprächsabend in Wangen

Neue Herausforderungen in der Kirche mit den Referenten Dr. Wolfgang Schwab und Dr. Stefan Koch am Donnerstag, 17. Oktober 2019 von 19.30 – 21.00 Uhr im Pfarrheim Wangen, Pfarrweg 3.
Nach neueren Untersuchungen soll sich die Zahl der Mitglieder der beiden großen Kirchen bis ins Jahr 2060 halbieren, ebenso die zur Verfügung stehenden Finanzmittel. Der ökumenische Gesprächsabend greift die Untersuchung auf und fragt nach der Bedeutung von Kirche heute und was sich verändern wird und verändern muss. Im Gespräch werden zudem Perspektiven entwickelt, wie die Ökumene neue Antworten auf die aktuellen Herausforderungen möglich macht.

Aufkirchen feiert Patrozinium

Mariä-Himmelfahrt in Aufkirchen

Das Fest Mariä-Himmelfahrt mit dem Patrozinium der Wallfahrtskirche wurde in Aufkirchen wieder feierlich begangen. Pfarrer Albert Zott zelebrierte den vom Kirchenchor umrahmten Festgottesdienst mit der traditionellen Kräuterweihe zusammen mit dem aus der Pfarrei stammenden Pfarrer David Mehlich und knüpfte in seiner Predigt an die Darstellung der Himmelfahrt Mariä in dem Asam-Hochaltar der Klosterkirche Rohr an. Die als Abschluss des Festtags vorgesehene Lichterprozession zum höchsten Punkt der Pfarrei an der Lindenallee musste wegen des einsetzenden Regens durch eine Andacht in der Wallfahrtskirche ersetzt werden.

Patroziniums-Festgottesdienst mit Kräuterweihe in der voll besetzten Wallfahrtskirche

Patroziniums-Festgottesdienst mit Kräuterweihe

Die berühmte Asam-Darstellung der Himmelfahrt Mariens in der Klosterkirche Rohr

Himmelfahrt Mariens in der Klosterkirche Rohr

Christophorus-Fahrzeugweihe bei Regen

Pfarrer Albert Zott mit den Diakonen Jozef Golian und Karl-Heinz Weber beim feierlichen Patroziniums-Gottesdienst in der Perchaer Christophorus-Kirche

Den Ausklang des Patroziniumsfestes feierten die Perchaer mit ihren Gästen bei reichlicher Bewirtung im Pfarrheim (Foto R. Pittinger)

Das Chistophorus-Patrozinium der Kirchengemeinde Percha wurde heuer am Sonntag, den 21.Juli gefeiert. Pfarrer Albert Zott, der Leiter des Pfarrverbandes Aufkirchen zelebrierte den Gottesdienst zusammen mit Diakonen Jozef Golian und Karl-Heinz Weber. In seiner Predigt ging Pfarrer Zott auf die Legende des Märtyrers Christophorus ein, der seine Aufgabe als „Gottesträger“ fand und leitete davon den Wahlspruch ab, „ein Ziel vor Augen gibt dem Leben Sinn“. Den musikalisch festlichen Rahmen bildete der Perchaer Kirchenchor mit Streichern und Bläsern unter der Leitung von Nils Schad mit der Spatzenmesse von W. A. Mozart. Nach dem Gottesdienst segnete Pfarrer Zott Autos und Feuerwehrfahrzeuge der Kirchengemeinde, die bei anhaltendem Regenwetter aus der wartenden Schlange und dem Verkehr aus der Berger Straße heraus vor dem Kirchenportal vorfuhren. Das anschließende Pfarrfest fand wegen des Regens, der der Natur gut tat, im Pfarrheim statt im Pfarrgarten statt zu dem Hubert Fersch und sein Team für das leibliche Wohl der Pfarrgemeindemitglieder und Gäste mit kühlen Getränken, Grillschmankerl sowie Kaffee und Kuchen sorgten. Herzlichen Dank dafür!

PV-Pilgergruppe in Lourdes

Die Pilger des PV Aufkirchen mit Pfarrer Albert Zott in Lourdes

Thomas Pentenrieder, der Reiseleiter berichtete, dass die Pilgergruppe gut in Lourdes angekommen ist. Erste Höhepunkte der Wallfahrt waren ein Gottesdienst an der Erscheinungsgrotte, die täglichen Lichterprozessionen und die internationale Messe in der unterirdischen Basilika zusammen mit Tausenden Pilgern aus aller Welt.

Dekanatswallfahrt nach Kloster Schäftlarn

Bei der zum 37. Mal stattfindenden Dekanats-Sternwallfahrt nach Kloster Schäftlarn beteiligten sich auch die Pfarreien des Pfarrverbands Aufkirchen wieder. Von den vier Pfarreien waren bei endlich herrlichem Sommerwetter Fahrradgruppen neben zahlreichen Autofahrern unterwegs zum gemeinsamen Gottesdienst im Klostergarten. Zehn Geistliche darunter Abt Petrus Höhensteiger, Dekan Gerhard Beham und unsere Seelsorger Pfarrer Albert Zott und Prälat Wolfgang Schwab konzelebrierten mit Pater Johannes Ott, der sein 40-jähriges Priesterjubiläum beging und in seiner Ansprache an seine prägenden Begegnungen mit dem früheren Abt Otmar Kranz und Pfarrer Anton Fürstenberger erinnerte und einen Schwerpunkt seiner priesterlichen Tätigkeit in der Spendung der Sakramente sah. Festlich umrahmt wurde der Wallfahrtsgottesdienst von Fahnen-Abordnungen aus dem Dekanat und der Blaskapelle Irschenhausen. Die Vorbereitung und Organisation besorgten der Kath. Frauenbund und Helferinnen und Helfer aus dem Dekanat, bei denen sich die Dekanatsrats-Vorsitzende Hanna Beier herzlich bedankte. Nach dem Gottesdienst verwandelte sich der Klostergarten in einen Biergarten, wo bei Getränken und Würstchen, Kaffee und Kuchen das leibliche Wohl und Kontakte und Gespräche über die Pfarreigrenzen hinaus gepflegt wurden.

Foto: Der Wallfahrtsgottesdienst im Klostergarten: Jubilar Pater Johannes Ott bei der Kommunionausteilung

 

„Und Friede auf Erden…..“ – Utopie im Heiligen Land?

Vortrag mit Diskussion am 19. März in Wangen
Zu diesem Thema referiert Herr Hans Rehm am Dienstag, 19. März von 19.30 bis 21.00 Uhr im Pfarrheim Wangen, Pfarrweg 3. Der Eintritt ist frei!
Gibt es Hoffnung auf Frieden zwischen den Völkern, Frieden im Heiligen Land? Wenig ist geblieben von den hoffnungsvollen Friedensinitiativen und dem Aufbruch der 90-er Jahre nach den Abkommen von Oslo und Washington D. C., wo sich Jitzhak Rabin und Yassir Arafat die Hand zum Frieden reichten. Aber was
wissen wir wirklich über Israel und Palästina? Oder über die Bedeutung von Grenzen und Siedlungen, die Flüchtlingsfrage und den Status von Jerusalem sowie inner-israelischen und –palästinensischen Konflikten?

Lourdes-Reise vom 03.-06. Juni

Für die 4-tägige Flugreise nach Lourdes mit Kennenlernen des Bezirks und der Kirchen um die Grotte von Massabielle, Teilnahme an stimmungsvollen Gottesdiensten und Prozessionen, Besuchen der Stadt Lourdes und der Umgebung und Erleben der Weltkirche haben sich bereits mehr als 20 Teilnehmer aus dem Pfarrverband angemeldet. Nachmeldungen beim Pfarrbüro Aufkirchen (Tel. 08151 9987980) sind noch möglich. Die Reise, an der auch Pfarrer Albert Zott teilnimmt, wird vom Bayer. Pilgerbüro ausgerichtet und von Thomas Pentenrieder geleitet.  

Ökumenischer Neujahrsempfang in Berg

Pfr. Johannes Habdank begrüßt beim Ökumenischen Neujahrsempfang unter anderem (von links) Pfr. Dr. Stefan Koch, der Festredner des Abends Wilhelm Christoph Warning, Pfr. Albert Zott und Prälat Dr. Wolfgang Schwab

Beim Ökumenischen Neujahrsempfang 2019 in Berg, zu dem die Evangelisch-Lutherische Gemeinde Berg und der Katholische Pfarrverband Aufkirchen in das Katharina-von-Bora-Haus eingeladen hatten, konnte Pfarrer Johannes Habdank etwa 100 Gäste unter ihnen die Geistlichkeit beider Konfessionen aus Berg, Starnberg und dem Pfarrverband Aufkirchen, den 1. Bürgermeister und die 3. Bürgermeisterin der Gemeinde Berg Rupert Monn und Elke Link sowie zahlreiche Mitglieder der Kirchen- und Pfarrgemeinderäte begrüßen. Der Leiter des katholischen Pfarrverbands Aufkirchen Pfarrer Albert Zott freute sich über die in Berg/Aufkirchen praktizierte Ökumene und begrüßte es, dass neben dem gemeinsamen Beten auch das gemeinsame Feiern gepflegt wird.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von dem jungen Geiger Jeremias Pestalozzi und der Pianistin Nino Gurevich, die aus ihrem Programm „Jugend musiziert“ hoch anspruchsvolle Werke von Schubert bis zu modernen osteuropäischen Komponisten in meisterhafter Technik und einfühlsamer Interpretation vortrugen. Festredner des Abends war der Journalist, Publizist und Kunstkritiker Wilhelm Christoph Warning, der seit 40 Jahren für den Bayerischen Rundfunk und die ARD im Bereich Kultur, Kunst und Religion tätig ist.

Er referierte zum Thema „ Das Neue“ und behandelte dabei die Definition des „Neuen“, den Reiz alles „Neuen“, seine Vergänglichkeit, seine profane und religiöse Bedeutung, seine Abhängigkeit vom Berichterstatter, sein flutartiges Auftreten in der digitalen Welt mit dem damit verbundenen Kontrollverlust sowie die von den Empfängern des „Neuen“ oft empfundene Ohnmacht und Angst. Die weit ausladenden gesellschaftspolitischen teilweise philosophischen Ausführungen enthielten Kritik über den enormen Druck, als erster über das „Neue“ berichten zu müssen und den Aufruf zur Verantwortlichkeit im Umgang mit Menschenwürde und Umwelt und zeigten auch die Möglichkeit einer religiösen Betrachtung auf, für die Christen: die Geburt Jesu, das Ereignis im Jahre Null als die Zeitenwende anzusehen, die keiner Vergänglichkeit unterworfen ist. Als Trost und Empfehlung bot Wilhelm Warning die Philosophie des Apostel Paulus an: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, Neues ist geworden“!

Beim nachfolgenden Anstoßen auf das Neue Jahr und einem reichhaltigen Buffet ergaben sich vielfältige Gespräche zwischen den Besuchern beider Konfessionen sowohl über die Vortragsthematik als auch über konkrete Dinge des Lebens und die in der Gemeinde und im Pfarrverband gelebte Ökumene.

Ökumenischer Neujahrsempfang

Am Donnerstag, 17. Jan. 2019 um 19.30 Uhr findet der traditionelle Ökumenische Neujahrsempfang im  Katharina von Bora-Haus in Berg statt. Den Festvortrag „Das Neue“ hält Wilhelm Warning, der seit 40 Jahren als Journalist, Publizist, Essayist und Kunstkritiker für die ARD im Bereich Hörfunk, insbesondere für den Bayerischen Rundfunk tätig ist und der einige Jahre Lehraufträge an der Ludwig Maximilians Universität München absolviert hat.  Für die Gäste ist nach der Diskussion von der ev. Gemeinde Berg ein Empfang vorbereitet.