Archiv des Autors: Anton Brunner

Über Anton Brunner

Schriftführer - Pfarrverband Aufkirchen am Starnberger See - anton.brunner@pfarrverband-aufkirchen.com

Ostern 2022 im Pfarrverband

Pfarrer Albert Zott beim Hochamt am Ostersonntag in der festlich geschmückten Aufkirchener Wallfahrtskirche mit der Osterkerze und den zum Segnen ausgebreiteten Speisen und den Flaschen mit dem Osterwasser


Das Angebot an Gottesdiensten in den Kar- und Ostertagen war im Pfarrverband Aufkirchen mit Feierlichkeiten zum letzten Abendmahl, Kreuzweg, Leiden und Sterben Christi, mit Osternachtsfeiern und Hochämtern wieder sehr reichlich. Nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen mit der Aufhebung der Abstandsregeln waren die Kirchenbänke wieder gut gefüllt und das Bedürfnis der Gläubigen nach gemeinsamen traditionellen Feiern zu spüren. Die Weihen der Osterkerze, des Osterwassers und der von den Gläubigen mitgebrachten Speisen für das Osterfrühstück gehören zum Osterfest, das, wie Pfarrer Albert Zott im Ostersonntags-Gottesdienst ausführte durch die Auferstehung zum Leben der Christenmenschen gehört, wie vorher der Tod zum Leben gehört. Bei der vom Aufkirchener Chor dabei aufgeführten Mozartmesse war das bekannte „Dona nobis pacem“ (Herr gib uns deinen Frieden) der „Missa Brevis in B“ angesichts des Krieges in der Ukraine besonders aktuell und berührend.

Ökumenischer Kreuzweg 2022

Beim Ökumenischen Kreuzweg in Aufkirchen wird auch um den Frieden in Europa und der Welt gebetet.


Nach 2 jähriger Corona-bedingter Pause fand am Karfreitag, 15.04.2022 der Ökumenische Kreuzweg des Pfarrverbands Aufkirchen und der Evangelischen Gemeinde Berg von Leoni nach Aufkirchen wieder statt. Bei trübem, aber nach nächtlichen Regen trockenem Wetter konnten Pfarrer Albert Zott und Pfarrer Johannes Habdank etwa 250 Gläubige beider Konfessionen begrüßen. An den 14 Leidensstationen gestalteten die Geistlichen mit Pater Joseph Posch, Diakon Jozef Golian und Vertretern von kirchlichen Gruppierungen beider Konfessionen und von Familien die Gebete und Betrachtungen. Das mitgeführte Holzkreuz wurde von den jeweiligen Lektoren von Station zu Station getragen. Im Besonderen stand anlässlich des Krieges mitten in Europa das Gebet um den Frieden im Vordergrund.

Wangen feiert Palmsonntag und 80. Geburtstag von Dr. Schwab

Der Jubilar Wolfgang Schwab bei der Palmbuschen-Segnung im Wangener Seyrerhof


Die Kirchengemeinde St. Ulrich in Wangen feierte den Palmsonntagsgottesdienst in der hoffentlich auslaufenden Corona-Zeit bei wechselndem Aprilwetter im Freien beginnend mit der Segnung der Palmbuschen im Seyrerhof, zu der Prälat Wolfgang Schwab eine große Zahl von Kindern und Gläubigen begrüßen konnte. Nach Schola- und Gemeindegesängen und der musikalischen Begleitung durch ein Klarinetten-Quintett der Blaskapelle Wangen-Neufahrn führten die Kinder, voran die Erstkommunikanten, mit ihren selbst gebundenen Buschen eine Palmprozession zum Vorplatz der Kirche an, wo des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht, ein Kurzauszug der Leidensgeschichte vorlesen und Fürbitten und Gebete für den Frieden vorgetragen wurden.
Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Gläubigen im Pfarrgarten, wo sie den 80. Geburtstag ihres Seelsorgers Dr. Wolfgang Schwab nachfeierten. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Pentenrieder gratulierte und bedankte sich mit einem Geschenk für das über 25-jährige Wirken in Wangen, das der rüstige Jubilar noch viele Jahre fortsetzen möge. Der gebürtige Bad Reichenhaller Prälat war lange Jahre Domkapitular und Personalreferent der Diözese München-Freising und betreute St. Ulrich Wangen und St. Martin Neufahrn bis zu seiner Pensionierung zusätzlich zu seiner umfangreichen Hauptaufgabe. Kirchenpfleger Stefan Höck überbrachte die Glückwünsche und den Dank der Neufahrner Kirchengemeinde und überreichte ein Geschenk. Im Namen der Stadt Starnberg und der „Dorfgemeinschaft Wangen“ gratulierte Stadtrat Winfried Wobbe und kündigte dem Jubilar die noch ausstehenden Bände der „Starnberger Stadtgeschichte“ als Geschenk an.
Als Nachtrag zu den Pfarrgemeinderats-Neuwahlen im März überreichte Thomas Pentenrieder Dankurkunden und eine Sonntagsbibel an Anton Brunner für dessen aktive 48-jährige Mitgliedschaft im PGR und 10-jährige Mitgliedschaft im PVR, der sich dort bis heute um Öffentlichkeitsarbeit, Homepage und Pfarrbrief kümmert.

Ökumenischer Neujahrsempfang 2022

Pfarrer Johannes Habdank, der Referent: Pfarrer Gerson Raabe und Pfarrer Albert Zott (v.l.) beim ökumenischen „Corona-Neujahresempfang“ 2022

Nach dem Corona-bedingten Ausfall 2021des traditionelle Ökumenischen Neujahrsempfangs, den die Evangelisch-Lutherische Gemeinde Berg und der Katholische Pfarrverband Aufkirchen abwechselnd ausrichten, fand dieser heuer am 20. Januar unter 2G-Bedingungen im Katharina-von-Bora-Haus in Berg wieder statt. Pfarrer Johannes Habdank begrüßte die etwa 30 Anwesenden und etwa 40 Video-Teilnehmer und stellte seinen Studienkollegen Gerson Raabe, den Referenten des Abends und Autor diverser theologischer Publikationen vor. Pfarrer Albert Zott führte in seiner Begrüßung die Hoffnung auf den vom Propheten Jakob geforderten Segen des Engels Gottes für das Jahr 2022 an. Das Thema des Referates war: „Ökumene um jeden Preis? – Ein protestantischer Zwischenruf“, in dem der Autor des gleichnamigen Buches mehr das trennende der beiden christlichen Konfessionen als das verbindende, auf dem die Ökumene aufbauen will, herausarbeitet. Im Rahmen ausführlicher theologischer Theorien bezeichnet er die evangelische Kirche als die „unsichtbare Kirche“ und alle ihre Mitglieder als „heilig“ und demgegenüber die katholische Kirche als die „sichtbare Kirche“ mit hierarchischer Gliederung und ungleichen Mitgliedern, die auserwählte davon „heilig“ spricht.
Nach einer kurzen Diskussion zeigen die Gespräche der Zuhörer beider Konfessionen und ihrer Geistlichen bei einem Glas Wein und Corona-bedingt einfachem Brot, dass die Ökumene in der ev. Gemeinde Berg und im Pfarrverband Aufkirchen an der Basis auf gutem Wege ist.