Schlagwort-Archive: Pfarrverband

Bezirksmaiandacht der Kolpingsfamilien

Die Kolpingsfamilien sind als katholischer Sozialverband engagiert für die Menschen vor Ort. Im Bezirk Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach sind 15 Ortsgruppen aktiv, die sich gemeinsam für die Nöte anderer einsetzen, gemeinsam feiern und auch gemeinsam beten. Am Freitag, den 10. Mai trafen Sie sich in der wunderschönen Wallfahrtskirche von Aufkirchen um gemeinsam Maiandacht zu halten. Monsignore Walter Waldschütz und Maria Thanbichler aus Tegernsee gestalteten die Feier mit Bitten wie „Wenn immer Menschen meinen, größer als andere zu sein, dann hole Du sie vom Thron herunter“. Ja, das würde man sich so manches Mal wünschen. Die Kirche war gut gefüllt, da nicht nur Kolpinger, sondern auch viele Einheimische und Gäste der Einladung gefolgt waren. Und natürlich lag das an der Höhenrainer Stubnmusik, die diese Feier sehr stimmungsvoll umrahmt hat. Im Gasthof Post gab es dann noch genügend Gelegenheit, gut zu essen und über die vergangenen und anstehenden Veranstaltungen zu sprechen.
Die lokale Kolpingsfamilie aus Höhenrain war als Gastgeber gut vertreten, wie auf dem Foto zu sehen ist.

 

Der Herr ist auferstanden!

Der auferstandene Heiland in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Foto: H.P. Höck

„… was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden.“    Lk 24, 5-6

Wo auch immer Sie die frohe Osterbotschaft vom auferstandenen Herrn vernehmen, so soll Sie Ihnen eine gesegnete Zeit sein, voller Hoffnung und Leuchten auf das was kommen mag. Gesegnete Ostern!

Das wünschen Ihnen Pfarrer Albert Zott und die Pfarrverbandsratsvorsitzende Theresia Much im Namen aller ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der vier Pfarreien unseres Pfarrverbandes.

Kreuzweg in Aufkirchen

Bei strahlendem Frühlingswetter begaben sich am Karfreitag über 200 Gläubige betend und singend auf den ökumenischen Kreuzweg von Leoni nach Aufkirchen. Die 14 Stationen wurden dabei wieder von unterschiedlichen Gruppierungen gestaltet, wie zum Beispiel von den diversen Pfarrgemeinderäten der katholischen Pfarreien, der evangelischen Gemeinde, den Pfadfindern, der Kolpingsfamilie oder von unseren diesjährigen Firmlingen. Hier ein paar Bilder dieser traditionsreichen Veranstaltung, die unser Miteinander im Glauben so eindrücklich veranschaulicht.

Männerfrühstück – ein Erlebnis

Am Samstag, 16. März kamen ca. 30 Männer ins Pfarrheim Aufkirchen zum Weißwurstfrühstück mit anschließendem Vortrag von Pfarrer Jakob Paula. Dieser wurde in München geboren und hat sich von Jugendjahren an für die „Weiße Rose“ interessiert. Er war 13 Jahre lang Seelsorger in einer Pfarrei, die unmittelbar an das Gefängnis Stadelheim (Hinrichtungsort der „Weißen Rose“) und den Friedhof mit den Gräbern von Hans und Sophie Scholl sowie von Christoph Probst und Alexander Schmorell angrenzte. Jetzt ist er Hausgeistlicher im Karmel Hl. Blut Dachau.

In einem beeindruckenden Vortrag gab er Einblick in die Zeit und die Biografien der einzelnen Personen dieser Widerstandsgruppe. Anhand von Zitaten aus Briefen und Tagebüchern kam man miteinander ins Gespräch – auch über vergleichbare Ereignisse in unserer Zeit.

Vielleicht kann es im kommenden Jahr einen Gegenbesuch der Männer im Karmel Dachau und der dortigen KZ-Gedenkstätte geben.

Foto: Reiner Pittinger

Führung durch das „Badehaus“ in Waldram

Im Badehaus von Waldram (früher Föhrenwald) ist Geschichte wie im Zeitraffer erlebbar: Ab 1940 errichteten die Nationalsozialisten im Wolfratshauser Forst eine Mustersiedlung für Rüstungsarbeiter. Gegen Kriegsende führte hier der KZ-Todesmarsch vorbei. Dann wurde Föhrenwald zu einem Lager für jüdische Displaced Persons, die den Holocaust überlebt hatten. Ab 1956 wurden meist katholische, kinderreiche Heimatvertriebene angesiedelt und der Ort in Waldram umbenannt. Bis heute finden sich hier Spuren dieser einzigartigen Migrationsgeschichte.

Sie wird anschaulich und multimedial in dem Ende Oktober 2018 neu errichteten Erinnerungsort BADEHAUS erzählt.

Die Kolpingsfamilie Höhenrain lädt am 9. März zu einer Führung durch diesen geschichtsträchtigen Ort vor unserer Haustür ein.

Treffpunkt ist um 10 Uhr am Kolpingplatz 1 in Waldram.

Ökumenischer Neujahrsempfang in Berg

Pfr. Johannes Habdank begrüßt beim Ökumenischen Neujahrsempfang unter anderem (von links) Pfr. Dr. Stefan Koch, der Festredner des Abends Wilhelm Christoph Warning, Pfr. Albert Zott und Prälat Dr. Wolfgang Schwab

Beim Ökumenischen Neujahrsempfang 2019 in Berg, zu dem die Evangelisch-Lutherische Gemeinde Berg und der Katholische Pfarrverband Aufkirchen in das Katharina-von-Bora-Haus eingeladen hatten, konnte Pfarrer Johannes Habdank etwa 100 Gäste unter ihnen die Geistlichkeit beider Konfessionen aus Berg, Starnberg und dem Pfarrverband Aufkirchen, den 1. Bürgermeister und die 3. Bürgermeisterin der Gemeinde Berg Rupert Monn und Elke Link sowie zahlreiche Mitglieder der Kirchen- und Pfarrgemeinderäte begrüßen. Der Leiter des katholischen Pfarrverbands Aufkirchen Pfarrer Albert Zott freute sich über die in Berg/Aufkirchen praktizierte Ökumene und begrüßte es, dass neben dem gemeinsamen Beten auch das gemeinsame Feiern gepflegt wird.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von dem jungen Geiger Jeremias Pestalozzi und der Pianistin Nino Gurevich, die aus ihrem Programm „Jugend musiziert“ hoch anspruchsvolle Werke von Schubert bis zu modernen osteuropäischen Komponisten in meisterhafter Technik und einfühlsamer Interpretation vortrugen. Festredner des Abends war der Journalist, Publizist und Kunstkritiker Wilhelm Christoph Warning, der seit 40 Jahren für den Bayerischen Rundfunk und die ARD im Bereich Kultur, Kunst und Religion tätig ist.

Er referierte zum Thema „ Das Neue“ und behandelte dabei die Definition des „Neuen“, den Reiz alles „Neuen“, seine Vergänglichkeit, seine profane und religiöse Bedeutung, seine Abhängigkeit vom Berichterstatter, sein flutartiges Auftreten in der digitalen Welt mit dem damit verbundenen Kontrollverlust sowie die von den Empfängern des „Neuen“ oft empfundene Ohnmacht und Angst. Die weit ausladenden gesellschaftspolitischen teilweise philosophischen Ausführungen enthielten Kritik über den enormen Druck, als erster über das „Neue“ berichten zu müssen und den Aufruf zur Verantwortlichkeit im Umgang mit Menschenwürde und Umwelt und zeigten auch die Möglichkeit einer religiösen Betrachtung auf, für die Christen: die Geburt Jesu, das Ereignis im Jahre Null als die Zeitenwende anzusehen, die keiner Vergänglichkeit unterworfen ist. Als Trost und Empfehlung bot Wilhelm Warning die Philosophie des Apostel Paulus an: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, Neues ist geworden“!

Beim nachfolgenden Anstoßen auf das Neue Jahr und einem reichhaltigen Buffet ergaben sich vielfältige Gespräche zwischen den Besuchern beider Konfessionen sowohl über die Vortragsthematik als auch über konkrete Dinge des Lebens und die in der Gemeinde und im Pfarrverband gelebte Ökumene.