Archiv des Autors: Anton Brunner

Über Anton Brunner

Schriftführer - Pfarrverband Aufkirchen am Starnberger See - anton.brunner@pfarrverband-aufkirchen.com

Fronleichnam im Pfarrverband 2015

Fronleichnam 2015

Fronleichnamsprozession Wangen

Das Fronleichnamsfest 2015 war im Voralpenland wieder eines der Feste, die einem als farbenfrohes Bekenntnis zu unserem Glauben an einem wunderschönen, schon fast heißem Frühsommertag mit weiß-blauem Himmel, Glockengeläut, Blumen streuenden Kindern mit Böllerschießen und bayerischer Tradition in Erinnerung bleiben.

In Wangen feierte Prälat Wolfgang Schwab und Diakon Ingo Mehlich den Festgottesdienst und die vier Stationen der Prozession mit Beteiligung der Blaskapelle Wangen-Neufahrn den Fahnenabordnungen der Vereine und zahlreichen Gläubigen.

Fronleichnam 2015

Fronleichnam 2015 Wangen

Nach den kirchlichen Feierlichkeiten setzte man sich im Pfarrgarten zu einem pfarrfestlichen Umtrunk zusammen, wo sich Seelsorger Wolfgang Schwab und Kirchenpfleger Franz Pentenrieder bei den Organisatoren, Musikern und allen Aktiven und Teilnehmern bedankten.

Aber auch in Aufkirchen, Percha und Wangen waren die Altäre feierlich geschmückt und kamen die Gläubigen zur Fronleichnamsprozession.

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Altar Fronleichnam 2015

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Fronleichnamsprozession Aufkirchen

Text Anton Brunner, Fotos S. Wilhelm und A. Doll

Seemesse des Pfarrverbandes in Percha

Foto Heinz Diehl

Seegottesdienst 2015 in der Pfarrkirche Percha

Der an Christi Himmelfahrt als Seemesse geplante, gemeinsame Gottesdienst des Pfarrverbandes mit seinen Pfarrgemeinden Aufkirchen, Höhenrain, Percha und Wangen musste auch heuer wieder in der Perchaer Christophoruskirche gefeiert werden. Starke Regenfälle in der vorhergehenden Nacht und auch während des Gottesdienstes verhinderten die Feier am Seeufer unter freiem Himmel.

Pfarrer Piotr Wandachowicz konnte trotzdem eine große Anzahl von Gläubigen aus dem ganzen Pfarrverband begrüßen und stellte dabei den neuen in Höhenrain eingezogenen Ruhestandsseelsorger, den früheren Stadtpfarrer von Bad Tölz, Rupert Frania vor, der mit ihm und zusammen mit Pater Joseph Posch, Pfarrer Anton Fürstenberger und Diakon Karl-Heinz Weber das Hochamt konzelebrierte.

Foto Anton Brunner

Martin Schmidt und die Blaskapelle Wangen-Neufahrn

Die musikalische Gestaltung mit Gesangsbegleitungen, Chorälen und der abschließenden Bayernhymne führte wieder die Blaskapelle Wangen-Neufahrn unter der Leitung von Martin Schmidt aus. Der Pfarrgemeinde Percha und allen Beteiligten herzlichen Dank für die wie immer ausgezeichnete Vorbereitung und die feierliche Gestaltung.

Foto Anton Brunner

Auszug nach dem Gottesdienst

Für das nächste Jahr hat Pfr. Wandachoicz beim Auszug am Ende des Gottesdienstes bereits wieder zum gemeinsamen Gottesdienst des Pfarrverbandes eingeladen, dann aber unten am See und bei gutem Wetter. Wir sind gespannt, wie gut die Beziehungen zum Hl. Petrus sind 😉

 

Text und Fotos Anton Brunner und Heinz Diehl

Ostern im Pfarrverband

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In der Karwoche und zum Osterfest, dem höchsten Fest der Kirche wurden im Pfarrverband eine  Reihe von Gottesdiensten zum Gedächtnis des Leidens und der Auferstehung Christi gefeiert, die alle gut besucht waren. Die Gründonnerstags-Abendmahlfeier wurde zum ersten Mal in Aufkirchen mit Beteiligung von Höhenrain und in Percha mit Beteiligung von Wangen und umgekehrt die Karfreitags-Liturgie in Höhenrain mit Aufkirchner Beteiligung  und in Wangen mit Perchaer Beteiligung gefeiert und damit der Pfarrverbandsgedanke praktiziert. Beim Ökumenischen Kreuzweg mit Pfarrer Wandachowicz, Pater Joseph und Pfarrer Habdank am Karfreitag Vormittag entlang der 14 Himbsel-Kreuzwegstationen bei sonnigem aber kaltem Wetter mit etwa 150 Teilnehmern übernahmen Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche, aus Jugend-, Kolping- Frauen- und Pfarrverbandsgruppen die Gestaltung der Stationen und das abwechselnde Tragen des Holzkreuzes. Die Osternacht mit der Weihe von Feuer, Osterkerze, Wasser und der von den Gläubigen mitgebrachten Speisen fand in allen vier Pfarreien statt.

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Am Ostersonntag Vormittag waren in Höhenrain, Aufkirchen und Percha feierliche Hochämter, die in Aufkirchen mit der Beethoven-Messe in C-Dur unter der Leitung von Matthias Bauernfeind und in Percha mit der Krönungsmesse von Mozart unter der Leitung von Nils Schad musikalisch gestaltet wurden.

Bei der Osternachtsfeier in Wangen knüpfte Prälat Wolfgang Schwab in seiner Predigt an das Lied „Christ ist erstanden von der Marter alle“ an und verglich die Marter mit den schrecklichen Ereignissen der Gegenwart, wie die Kriege in Irak, Kenia und in der Ukraine bis hin zum jüngsten Flugzeugabsturz und folgerte, dass wir ohne die Osterfreude und ohne die Hoffnung, die uns der Auferstandene gibt, verloren wären. Pfarrer Piotr Wandachowicz sprach am Ostersonntag vom Licht der Osternacht, das uns nach dem Johannes-Evangelium mit der Zeugenschaft der Apostel für die Auferstehung des Herrn Hoffnung und Zuversicht bringt. Zuversicht und Vertrauen sollten wir auch Worten und Wirken des Hl. Vater in Rom entgegenbringen, der die Kirche mit der schrittweisen Ablegung weltlicher Schwächen dem Ziel der Vereinigung mit Christus und dem Vater im Himmel näherbringt.

 

Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken 2017

Dr. Wolfgang Schwab erläuterte an zwei Gesprächsabenden im Pfarrheim Wangen die Entwicklung des Verhältnisses zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche vom Konflikt zur Gemeinschaft.

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Prälat Dr. Wolfgang Schwab referiert über das gemeinsame Reformationsgedenken 2017 vor Mitgliedern der kath. Kuratiegemeinde Wangen und des kath. Pfarrverbands Aufkirchen sowie Wangener Mitgliedern der evang. Pfarrgemeinde Starnberg unter ihnen auch Pfarrer Stefan Koch (nicht im Bild), der sich in kompetenter Weise an der lebhaften Diskussion beteiligte.  Foto: (abr)

Im späten Mittelalter (14. und 15. Jahrhundert) wurde bereits eine Reform der Kirche an Haupt und Gliedern für notwendig erachtet und die Konzilien sowie die Reichstage des Heiligen Römischen Reiches beschäftigten sich damit. In diesem Bemühen befürchtete Martin Luther Anfang des 16. Jahrhunderts, dass die Theorie und Praxis der Ablässe, der mit Geld und Taten erkaufbaren Erlasse zeitlicher Sündenstrafen, der Frömmigkeit der Christen schade. Er stellte zu dem Thema 95 Thesen zusammen, die er der Universität Wittenberg vorlegte, und wollte darüber einen konstruktiven akademischen Disput anregen.

Obwohl Luthers Thesen keine imperativen Forderungen waren, fürchtete Rom um eine Untergrabung der kirchlichen Autorität. In verschiedenen aus einer harten Position der Kirche geführten Verhören und Begegnungen Luthers mit Kardinälen wuchs die Entfremdung und es kam zu einem Ultimatum, die „Irrtümer“ zu widerrufen, was nicht geschah und schlussendlich 1521 zur Exkommunikation Luthers.

Zu den ursprünglichen Ablassfragen waren Meinungsverschiedenheiten über Glaubensfragen, Sakramentenanerkennung, Rechtfertigungslehre, Herleitung der Theologie und Autorität nur von der Hl. Schrift, Infragestellung der Tradition und Dogmen, Laienaufwertung u.ä. gekommen. Luthers Bibelübersetzung in allgemeinverständliches Deutsch und ihre rasche Verbreitung durch den aufkommenden Buchdruck war dabei von Bedeutung.

Im 1545-63 folgenden Konzil von Trient wurden zwar Reformen beschlossen, mehr jedoch wurden durch Lehrdekrete die Unterschiede zu den Lehren der Reformatoren bekräftigt.
Nach einigen Jahrhunderten von gegenseitigen Misstrauen und Distanzierung kam es 1917 zum 400-jährigen Gedenken der Reformation auch aufgrund der Schreckenserfahrungen des Ersten Weltkriegs zu ersten versöhnlichen Tönen. Nach dem noch unmenschlicheren Zweiten Weltkrieg wurde 1948 ein Ökumenischer Weltrat der Kirchen gegründet. In dem von Papst Johannes XXIII. 1962 begonnenen und von Papst Paul VI. 1965 zu Ende geführten II. Vatikanischen Konzil hat man sich der Anliegen der Reformatoren angenommen und z.B. die Hochschätzung des Wortes Gottes in der Landessprache eingeführt und auch die Gemeinsamkeiten der kirchlichen Gemeinschaften herausgestellt. Papst Johannes Paul II. hat in seiner Ökumene-Enzyklika die Unumkehrbarkeit der Schritte in eine gemeinsame Zukunft gesichert.

Der 1967 begonnene Lutherisch/römisch-katholische Dialog führte 1999 in Augsburg zur „Gemeinsamen Unterzeichnung der Rechtfertigungslehre“ und wurde nach der Jahrtausendwende in der Lutherisch/Römisch-katholischen Kommission für die Einheit intensiv weitergeführt. Diese Kommission legte 2013 den Bericht:
„Vom Konflikt zur Gemeinschaft
Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahre 2017“
(2013 by Evang. Verlagsanstalt GmbH Leipzig und Bonifatius GmbH Druck – Buch – Verlag Paderborn Printed in Germany H 7659), (Basispapier der Gesprächsabende) vor.

Die Lutherisch/Römisch-katholische Kommission für die Einheit lädt alle Christen ein, diesen Bericht aufgeschlossen, aber auch kritisch zu prüfen und auf dem Weg zur vollen, sichtbaren Einheit der Kirche weiterzugehen.

 

Ökumenischer Neujahrsempfang in Berg

Foto: (ABr)

Die Besucher des Ökumanischen Neujahrsempfang, in der ersten Reihe v.r. Pfarrer Johannes Habdank, Referent Heinrich Haasis, Frau Haasis und Pfarrer Piotr Wandachowicz

Just am Tag als EZB-Chef Mario Draghi die Schleusen für eine Europäische Geldschwemme in Billionenhöhe zum Ankauf von Staatsanleihen für die Ankurbelung der Wirtschaft öffnete, stand beim Ökumenischen Neujahrsempfang in Katharina-von-Bora-Haus der ev. Gemeinde in Berg das Thema „Finanzmärkte mit Moral und Verantwortung?“ auf dem Programm. Hausherr, Pfarrer Johannes Habdank und der Leiter des kath. Pfarrverbands Aufkirchen Pfarrer Piotr Wandachowicz begrüßten dazu als Referenten, den Präsidenten des Weltinstituts der Sparkassen Heinrich Haasis und mit ihm etwa 100 Besucher unter ihnen Bürgermeister Ruppert Monn, die Leiter der Berger Schulen und Kliniken sowie Pfarrgemeinderäte der beiden Konfessionen. Zum Thema Ökumene in der Gemeinde Berg konnten die beiden Geistlichen über eine sehr gute Zusammenarbeit mit gemeinsamen Veranstaltungen und Gottesdiensten berichten, insbesondere bedankte sich Pfarrer Habdank bei seinem kath. Kollegen für die Mitnutzung der Aufkirchener Pfarrkirche und der Filialkirchen. In seinem auf hervorragenden Fachkenntnissen beruhenden Referat beklagte der noch in Berg wohnende Heinrich Haasis das in den letzten 10 Jahren stark geschwundene Ansehen der Banken und Finanzinstitute. Dazu geführt habe das Geringschätzen der Hauptaufgaben: Zahlungsverkehr-Abwickeln, Guthabe-Sichern, Wirtschaft-Fördern und statt dessen nach dem Motto „Ethik ist Behinderung“ Geld nicht mehr als Mittel zum Zweck sondern als Selbstzweck und Handelsobjekt zu betrachten und es mittels „Kreditverbriefungen“, Währungsabsicherungen von Warengeschäften, Derivaten und Hedgefonds u.dgl. nach dem Papierwert auf das 10-fache zu multiplizieren und unter die Leute zu bringen. Der Umgang mit diesen harmlos klingenden aber höchst spekulativen „Produkten“ wurde durch die rasanten Fortschritte der Informationstechnik mit Ankauf und Verkauf innerhalb von Millisekunden noch explosiver. Das Einbrechen von US-Banken auf Grund amerikanischer Immobilienüberzeichnungen brachte schließlich das Weltfinanzgebäude zum Einsturz. Danach sind viele Vorschriften erlassen worden, die eine ähnliche Katastrophe verhindern sollen. Erkenntnisse wie „Freiheit ohne Maß schadet“, „Markt mit Moral“, „Unternehmerisches Handeln mit gesellschaftlicher Verantwortung“ sind wieder gefragt. Das Verb „dienen“ sollte wieder die Richtschnur auch der höchsten Repräsentanten der Banken und Finanzinstitute als Dienstleistungseinrichtungen sein. Wie weit dies gelingen wird, muss allerdings in Frage gestellt werden. Versuchungen für neue Spekulationen keimen schon wieder auf, die Schuldenkrise in Europa ist noch nicht gelöst und die neuesten Maßnahmen der EZB machen insbesondere dem Deutschen Sparer neue Sorgen. Aus der Diskussion geht hervor, dass die Niedrigzinspolitik der Stabilität schadet, dass die Deutschen nach Meinung der Weltbank zu viel sparen, dass Aktien und Immobilien relativ sicher sind und dass die EZB zu viel Macht hat. Nach langem Beifall für den Referenten und auch für die musikalische Gestaltung des Abends durch die Blechbläser und die Alphornbläser des Gymnasiums Kempfenhausen lädt Pfarrer Habdank zum Anstoßen auf das Neue Jahr und einem reichhaltigen Buffet ein, bei dem sich vielfältige Gespräche zwischen den Besuchern beider Konfessionen aus Berg und den Nachbargemeinden ergeben.