Schlagwortarchiv: Wangen

Ostern im Pfarrverband

DSC01971b

In der Karwoche und zum Osterfest, dem höchsten Fest der Kirche wurden im Pfarrverband eine  Reihe von Gottesdiensten zum Gedächtnis des Leidens und der Auferstehung Christi gefeiert, die alle gut besucht waren. Die Gründonnerstags-Abendmahlfeier wurde zum ersten Mal in Aufkirchen mit Beteiligung von Höhenrain und in Percha mit Beteiligung von Wangen und umgekehrt die Karfreitags-Liturgie in Höhenrain mit Aufkirchner Beteiligung  und in Wangen mit Perchaer Beteiligung gefeiert und damit der Pfarrverbandsgedanke praktiziert. Beim Ökumenischen Kreuzweg mit Pfarrer Wandachowicz, Pater Joseph und Pfarrer Habdank am Karfreitag Vormittag entlang der 14 Himbsel-Kreuzwegstationen bei sonnigem aber kaltem Wetter mit etwa 150 Teilnehmern übernahmen Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche, aus Jugend-, Kolping- Frauen- und Pfarrverbandsgruppen die Gestaltung der Stationen und das abwechselnde Tragen des Holzkreuzes. Die Osternacht mit der Weihe von Feuer, Osterkerze, Wasser und der von den Gläubigen mitgebrachten Speisen fand in allen vier Pfarreien statt.

DSC01974a

Am Ostersonntag Vormittag waren in Höhenrain, Aufkirchen und Percha feierliche Hochämter, die in Aufkirchen mit der Beethoven-Messe in C-Dur unter der Leitung von Matthias Bauernfeind und in Percha mit der Krönungsmesse von Mozart unter der Leitung von Nils Schad musikalisch gestaltet wurden.

Bei der Osternachtsfeier in Wangen knüpfte Prälat Wolfgang Schwab in seiner Predigt an das Lied „Christ ist erstanden von der Marter alle“ an und verglich die Marter mit den schrecklichen Ereignissen der Gegenwart, wie die Kriege in Irak, Kenia und in der Ukraine bis hin zum jüngsten Flugzeugabsturz und folgerte, dass wir ohne die Osterfreude und ohne die Hoffnung, die uns der Auferstandene gibt, verloren wären. Pfarrer Piotr Wandachowicz sprach am Ostersonntag vom Licht der Osternacht, das uns nach dem Johannes-Evangelium mit der Zeugenschaft der Apostel für die Auferstehung des Herrn Hoffnung und Zuversicht bringt. Zuversicht und Vertrauen sollten wir auch Worten und Wirken des Hl. Vater in Rom entgegenbringen, der die Kirche mit der schrittweisen Ablegung weltlicher Schwächen dem Ziel der Vereinigung mit Christus und dem Vater im Himmel näherbringt.

 

Krankenbesuche im Pfarrverband

Am Freitag, 10. April 2015 werden die Kranken wieder von den Seelsorgern besucht. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen einen Besuch wünschen, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro. Wir grüßen alle Kranken und wünschen baldige Genesung!

Ökumenischer Kreuzweg in Aufkirchen

Foto: Markus Pfeiffer

Am Karfreitag, 3. April 2015 hatten der Katholische Pfarrverband Aufkirchen und die Evangelisch-Lutherische Gemeinde Berg wieder zum ökumenischen Kreuzweg eingeladen. Die Prozession begann an der 1. Station oberhalb von Leoni und führte die 14 Stationen des „Himbsel-Kreuzweges“ hinauf zur Wallfahrtskirche Mariae Himmelfahrt in Aufkirchen.

Die Pfarrgemeinden unseres Pfarrverbandes und die evangelische Gemeinde, sowie dort aktive Gruppen, Verbände und Familien haben die jeweiligen Stationen mit Gebeten, Texten und Gesängen gestaltet. Auch die Ministranten, Firmlinge und Konfirmanden waren eingebunden. Weitere Bilder siehe: http://pfarrweb.de/pfarrverband/karfreitag-2015/

Kar- und Osterwoche

Wir laden herzlich ein zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen:

Den Abendmahlsgottesdienst mit Fußwaschung am Gründonnerstag, 2. April feiern Aufkirchen und Höhenrain um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Aufkirchen, Percha und Wangen um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche Percha.

Ökumenischer Kreuzweg – Am Karfreitag, 3. April begehen der Pfarrverband Aufkirchen und die Evang. Gemeinde Berg wieder gemeinsam die 14 Stationen des „Himbsel-Kreuzweges“ von Leoni nach Aufkirchen. Die Prozession beginnt um 9.00 Uhr oberhalb von Leoni an der 1. Station. Familien, Gruppen und Vereine werden die jeweiligen Stationen mit Gebeten, Texten und Gesängen gestalten.

Die Karfreitagsliturgie findet für Höhenrain und Aufkirchen in der Pfarrkirche Höhenrain statt, für Wangen und Percha in St. Ulrich Wangen jew. um 15.00 Uhr.

Feier der Osternacht
Karsamstag, 21.00 Uhr Pfarrkirche Höhenrain
Karsamstag, 21.00 Uhr Kloster Aufkirchen
Karsamstag, 21.30 Uhr Pfarrkirche Wangen
Ostersonntag, 5.30 Uhr Pfarrkirche Aufkirchen
Ostersonntag, 5.30 Uhr Pfarrkirche Percha

Osterfrühstück in Aufkirchen
Nach der Osternachtfeier am 5. April um 5.30 Uhr in Aufkirchen wird herzlich eingeladen zum Osterfrühstück im Pfarrheim. Bitte bringen Sie Ihre geweihten Speisen mit. Kaffee, Tee und Kakao stellt die Pfarrei. Herzlichen Dank an die Fam. Schwarz aus Allmannshausen für die Organisation.

Osterhochamt
Ostersonntag, 7.30 Uhr Kloster Aufkirchen
Ostersonntag, 9.00 Uhr Pfarrkirche Höhenrain, anschl. Osterfeuer
Ostersonntag, 10. 00 Uhr Pfarrkirche Percha, Krönungsmesse von Mozart
Ostersonntag, 10.30 Uhr Pfarrkirche Aufkirchen, Beethoven-Messe in C-Dur

Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken 2017

Dr. Wolfgang Schwab erläuterte an zwei Gesprächsabenden im Pfarrheim Wangen die Entwicklung des Verhältnisses zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche vom Konflikt zur Gemeinschaft.

luther

Prälat Dr. Wolfgang Schwab referiert über das gemeinsame Reformationsgedenken 2017 vor Mitgliedern der kath. Kuratiegemeinde Wangen und des kath. Pfarrverbands Aufkirchen sowie Wangener Mitgliedern der evang. Pfarrgemeinde Starnberg unter ihnen auch Pfarrer Stefan Koch (nicht im Bild), der sich in kompetenter Weise an der lebhaften Diskussion beteiligte.  Foto: (abr)

Im späten Mittelalter (14. und 15. Jahrhundert) wurde bereits eine Reform der Kirche an Haupt und Gliedern für notwendig erachtet und die Konzilien sowie die Reichstage des Heiligen Römischen Reiches beschäftigten sich damit. In diesem Bemühen befürchtete Martin Luther Anfang des 16. Jahrhunderts, dass die Theorie und Praxis der Ablässe, der mit Geld und Taten erkaufbaren Erlasse zeitlicher Sündenstrafen, der Frömmigkeit der Christen schade. Er stellte zu dem Thema 95 Thesen zusammen, die er der Universität Wittenberg vorlegte, und wollte darüber einen konstruktiven akademischen Disput anregen.

Obwohl Luthers Thesen keine imperativen Forderungen waren, fürchtete Rom um eine Untergrabung der kirchlichen Autorität. In verschiedenen aus einer harten Position der Kirche geführten Verhören und Begegnungen Luthers mit Kardinälen wuchs die Entfremdung und es kam zu einem Ultimatum, die „Irrtümer“ zu widerrufen, was nicht geschah und schlussendlich 1521 zur Exkommunikation Luthers.

Zu den ursprünglichen Ablassfragen waren Meinungsverschiedenheiten über Glaubensfragen, Sakramentenanerkennung, Rechtfertigungslehre, Herleitung der Theologie und Autorität nur von der Hl. Schrift, Infragestellung der Tradition und Dogmen, Laienaufwertung u.ä. gekommen. Luthers Bibelübersetzung in allgemeinverständliches Deutsch und ihre rasche Verbreitung durch den aufkommenden Buchdruck war dabei von Bedeutung.

Im 1545-63 folgenden Konzil von Trient wurden zwar Reformen beschlossen, mehr jedoch wurden durch Lehrdekrete die Unterschiede zu den Lehren der Reformatoren bekräftigt.
Nach einigen Jahrhunderten von gegenseitigen Misstrauen und Distanzierung kam es 1917 zum 400-jährigen Gedenken der Reformation auch aufgrund der Schreckenserfahrungen des Ersten Weltkriegs zu ersten versöhnlichen Tönen. Nach dem noch unmenschlicheren Zweiten Weltkrieg wurde 1948 ein Ökumenischer Weltrat der Kirchen gegründet. In dem von Papst Johannes XXIII. 1962 begonnenen und von Papst Paul VI. 1965 zu Ende geführten II. Vatikanischen Konzil hat man sich der Anliegen der Reformatoren angenommen und z.B. die Hochschätzung des Wortes Gottes in der Landessprache eingeführt und auch die Gemeinsamkeiten der kirchlichen Gemeinschaften herausgestellt. Papst Johannes Paul II. hat in seiner Ökumene-Enzyklika die Unumkehrbarkeit der Schritte in eine gemeinsame Zukunft gesichert.

Der 1967 begonnene Lutherisch/römisch-katholische Dialog führte 1999 in Augsburg zur „Gemeinsamen Unterzeichnung der Rechtfertigungslehre“ und wurde nach der Jahrtausendwende in der Lutherisch/Römisch-katholischen Kommission für die Einheit intensiv weitergeführt. Diese Kommission legte 2013 den Bericht:
„Vom Konflikt zur Gemeinschaft
Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahre 2017“
(2013 by Evang. Verlagsanstalt GmbH Leipzig und Bonifatius GmbH Druck – Buch – Verlag Paderborn Printed in Germany H 7659), (Basispapier der Gesprächsabende) vor.

Die Lutherisch/Römisch-katholische Kommission für die Einheit lädt alle Christen ein, diesen Bericht aufgeschlossen, aber auch kritisch zu prüfen und auf dem Weg zur vollen, sichtbaren Einheit der Kirche weiterzugehen.